Simon Stegmaier
30. March 2026
Ich habe mein Fahrzeug mit Betonung auf die anstehende Hauptuntersuchung bei der Firma Scheifele inspizieren lassen und wurde zehn Tage später bei der DEKRA vorstellig. Der DEKRA-Prüfbericht listete u.a. die folgenden Mängel auf: Bremsschlauch vorne links rissig; Abblendlicht rechts Einstellung zu hoch; Nebellicht links und rechts Einstellung zu hoch, nicht höher als Abblendlicht; Schweller links mehrfach durchgerostet; Schweller rechts mehrfach durchgerostet. Keines dieser Probleme war von der Firma Scheifele benannt worden. Wie kann das sein? Und in dieser Fülle? Gleich drei Scheinwerfer, deren Einstellung angeblich geprüft und für korrekt befunden wurde; ein Riss im Bremsschlauch an einer Stelle, die - davon konnte ich mich in der DEKRA-Prüfhalle am aufgebockten Fahrzeug selbst überzeugen - keineswegs versteckt, sondern leicht einsehbar war; und Schäden an Schwellern, die derart gravierend waren, dass das Metall beim bloßen Anfassen wegbröselte. Es fällt mir schwer, da noch an einen Ausrutscher zu glauben, vielmehr scheint mir hier grundsätzlich etwas im Argen zu liegen. Herr Scheifele, mit dem DEKRA-Prüfbericht konfrontiert, gestand ein, dass die Mängel hätten erkannt werden "sollen". Ich würde es deutlicher ausdrücken: Sicherheitsrelevante Mängel müssen erkannt werden, ansonsten ist eine Inspektion nicht das Papier ihres zugehörigen Berichts wert. Zumindest darüber bestand Einigkeit, weshalb die Inspektionskosten erstattet wurden. Ich empfinde dies dennoch nur als kleine Wiedergutmachung, denn schließlich gebe ich mein Fahrzeug nicht regelmäßig zur Inspektion, um das Gebimmel der Serviceintervallanzeige loszuwerden; ich will vor allem sicher unterwegs sein, und das war ich nach Meinung der DEKRA-Prüfer nicht mehr - und wäre es auch jetzt nicht, wenn nicht zufällig HU und Inspektion zeitlich zusammengefallen wären. Ich werde jedenfalls in Zukunft einen Bogen um die Firma Scheifele machen.